Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz gilt als größter und schönster Schmetterling in ganz Europa. Man sieht ihn oft auf vielen Abbildungen, auf Broschüren, Plakten oder Prospekte. Somit gilt er als  Synonym, als Vertreter aller Schmetterlinge. Der Schwalbenschwanz zählt zur Familie der Ritterfalter. Zu den Ritterfaltern gehören zahlreiche der farbenprächtigsten und beeindruckendsten Arten der Welt, unter ihnen finden sich auch sehr viele große Schmetterlinge. Die europäischen Falter erreichen Flügelspannweiten von 45 bis 75 Millimetern, es gibt aber weit größere Tiere. Sein wissenschaftlicher Name "papilio machaon" leitet sich von einem der Söhne des Heilkundlers Asklepios aus der griechischen Mythologie ab.

   

Die fast erwachsene Raupe links und der fertige Schwalbenschwanz.

Papilio machaon lebt in ein bis drei Generationen in sonnigem und offenem Gelände, wie z. B. mageren Grünlandbeständen und auf Trockenrasen oder in unserem NVB-Kräutergraten. Auf Ackerflächen - wenn überhaupt- wird er nur vereinzelt gefunden, in Gärten vor allem, wenn dort Möhren, Dill und Fenchel, Pastinak angebaut werden. Als weitere Futterplanzen zählen Wiesen-Silge, Berg-Haarstrang. Aber auch an anderen Pflanzen mit gleichen chemischen Inhaltsstoffen wie bei der Weinraute und Diptam, in Südeuropa auch oft an den Blättern von Zitruspfalnzen (Citrus). Wenn die Raupen sich bedroht fühlen, stülpen sie zur Abschreckung eine orange gefärbte Nackengabel aus, die einen Duftstoff absondert. Dieser wehrt z. B. auch Ameisen ab.

Die vertikale Verbreitung reicht von Meereshöhe bis ins Gebirge zu einer Höhe von 2000 Metern. Die erste Generation fliegt in Mitteleuropa je nach lokalem Klima von April bis Juli, die zweite im Juli und August und eine dritte je nach Region im September. Das Verhältnis der Falter der drei Generationen wird mit 2:4:1 für Baden-Württemberg angegeben.

Quelle/Text wikipedia / Foto 1 Günther Waldecker, Foto 2 wikipedia