Gammaeule (Pistoleneule)

Bei der Gammaeule handelt es sich um einen mittelgroßen Falter. Er ist grau bis braun gefärbt und besitzt eine charakterische Zeichnung auf den Vorderflügeln, die dem Gamma aus dem griechischen Alphabet ähnelt und von dem sich der Name ableitet. Im deutschsprachigen Raum und in Mitteleuropa kann man den Falter auch in Städten, in Gärten und an Balkonblumen beobachtet werden.

Pro Jahr bilden sich zwei oder mehrere Generationen aus. Die Falter können je nach Witterung von Ende Februar bis Anfang Dezember auftreten. Die Gammaeule ist ein klassischer Wanderfalter, der in Deutschland weit verbreitet ist. Durch seine Tag- und Nachtaktivität zählt er zu den bekanntesten Nachtfalterarten überhaupt. Die Raupen der Gammaeule ernährt sich von vielen verschiedenen Pflanzenarten was man "polyphag" bezeichnet. Aber auch die Brennnessel oder der Lowenzahn zählen dazu. Zu den Fressfeiden zählen Stare und Krähen sowie das Graue Langohr (Fledermaus).

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Gelegentlich kommt es zu Massenvermehrungen, zuletzt in Süddeutschland 1991, 1987, 1982, 1975. Wie viele andere Nachtfalter werden sie von künstlichen Lichtquellen angelockt, so auch von Flutlichtanlagen. Menschlicher Schweiß wirkt förmlich anziehend auf die Falter was beim Endspiel der Fußball-Europameisterschaft 2016 dazu führte, dass es im Stade de France von Gammaeulen wimmelte und sich eine von ihnen vor laufenden Kameras im verschwitzen Gesicht des verletzten portugiesischen Stürmers Cristiano Ronaldo niederließ.

Quelle: Foto: Günther Waldecker / Text: Teilweise Wikipedia